s m a r t   m e t e r s :



2022_04_21:

Aus gegebenem Anlass (dass nämlich immer noch Smartmeters installiert werden, und immer noch mit unredlichen Methoden das Opt-Out Gesetz umgangen wird), hier eine Website aus dem Jahr 2014, mit einer Einleitung aus dem Jahr 2019, nach einer Einleitung aus dem Jahr 2022...

Funkwasserzähler funken (wenn sie so eingestellt sind, und das scheint Standard zu sein) alle 8 Sekunden.
Alle 8 Sekunden geben sie also einen Impuls ab.
Betreiber und Installateure der Smartmeters (und letztere vielleicht in gutem Glauben) behaupten, die Strahlung sei so schwach, dass sie keinen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen haben könne. Sie sei sogar so schwach, dass man sie nicht einmal messen könne.
Wer jedoch misst (mit einem Hochfrequenzmessgerät wie denen der Firma Gigahertz Solutions, sieht, dass die Impulse in Wahrheit ziemlich stark sind.
Sie sind, zumindest im Nahbereich, bis zu 1000 µW/m2 (tausend Mikrowatt pro Quadratmeter) stark. Ein handelsübliches Messgerät misst nur bis zu einer Stärke von 2000 µW/m2. Der Funkimpuls ist also halb so stark wie das, was der Hersteller der Geräte als jemals messbaren Maximalwert angenommen hat.
Gemessen wird die Intensität solcher Strahlung in zwei Modi. Peak und RMS.
Peak misst die tatsächliche Stärke der Spitzen, und RMS errechnet einen Durchschnittswert über einen gewissen Zeitraum.
Ausgedehnt auf 8 Sekunden wäre der Funkimpuls der Funkwasserzähler tatsächlich sehr schwach.
Aber er ist ja nicht ausgedehnt auf 8 Sekunden...

Zu sagen, die Funkimpulse der Funkwasserzähler sind harmlos, weil sie auf 8 Sekunden ausgedehnt harmlos wären, ist, wie zu sagen, ein Faustschlag ist harmlos, weil er auf 8 Sekunden ausgedehnt harmlos wäre.

stop-smartmeters.at ist eine hervorragende Quelle für Information und bietet Anleitungen zum Opt-Out.
Allerdings werden Anträge auf Opt-Out damit beantwortet, dass die Firmen einen Smartmeter mit deaktivierter "15-Minuten-Speicherung" installieren wollen (was keineswegs heißt, dass so ein Gerät nicht funkt oder PLC betreibt). In diesem Fall muss man klarstellen, dass so ein Gerät immer noch ein Smartmeter ist und man bei seinem analogen Ferraris-Zähler bleiben will.
Was vielleicht überhaupt das Einzige ist, dass man klar sagen muss...


2019_04_07:

Die folgende Seite stammt aus dem Jahr 2014/15 und entstand in Reaktion auf das Bestreben der Firma T., die Warmwasserzähler in unserem Wohnhaus in Baden auf Funkzähler umzurüsten. Bei der Recherche entdeckten wir dann, in welchem Ausmaß in dieser Sache gelogen wird, und warum...

An Aktualität und Brisanz hat der Sache seither nichts verloren. Im Gegenteil sollen auf die "intelligenten" Wasserzähler die "intelligenten" Stromzähler folgen, und die haben dann so viel Kraft zum Herumfunken, wie sie wollen. Und immer noch stehen am Wegesrand die Fatalisten, die uns sagen: "Na, jetzt ist es auch schon egal. Badet in der Mikrowellensuppe! Ist gut für euch und eure Kinder..."

Dieses Symbol für ein bestens mit WLAN versorgtes Wohnhaus (das abgeleitet ist vom Warnsymbol vor nicht-ionisierender Strahlung) bringt es eigentlich auf den Punkt:
es impliziert es sei ganz normal, das eigene Haus mit Mikrowellen zu verstrahlen.
Um kommunizieren zu können...
Was ja ohne Mikrowellen angeblich nicht geht...


Als wollte uns jemand sagen: "Heiz dein Haus mit Mikrowelle! What could possibly go wrong?"


Womit werden Smart Meters gerechtfertigt?
Mit dem "Klimawandel". Denn wenn man denkt, es gäbe keine Alternative zur Energiegewinnung durch fossile Bennstoffe und der ganze Planet drohe wegen CO2 abzubrennen, macht es natürlich Sinn, jeder Milliwattsekunde Strom hinterher zu laufen, egal mit welchen Mitteln...


Durch diese Seite angeregt, entschied sich das Haus, auf "intelligente" Wasserzähler zu verzichten.
T.s "Lösung" bestand dann darin, an alle Haushalte (außer dem des Verfassers) einen Brief zu schicken, in dem sie schrieben, die Aussagen im Internet seien alle falsch (ohne auf irgendetwas inhaltlich einzugehen).
Sie installierten dann Smart Meters, von denen sie behaupteten, sie hätten keine Funkmodule eingebaut. Was zu überprüfen sein wird...
Entweder, indem man sie öffnet, oder indem man mit einem Mikrowellenmessgerät misst, ob sie funken.
Und sollten sie das irgendwann tun, weil T. ein eventuell doch eingebautes Funkmodul aus der Ferne aktiviert hat, hat jeder das Recht, dieses gesundheitsschädliche Gerät in seiner Wohnung zu zerstören.
Sollten sich die Stromanbieter weigern, unschädliche Zähler zu installieren, oder gesetzeswidrigerweise mit Entzug der Dienstleistung drohen, verlören sie ihren Status als verlässliche Energielieferanten.
In welchem Fall uns dann Wege einfallen sollten, selbst Strom zu erzeugen...

Entscheidungsfreiheit setzt wahrheitsgemäße Information voraus. Dass uns T. zu irgendeinem Zeitpunkt wahrheitsgemäß informiert hat, kann man nicht behaupten.
Somit sind alle von ihnen installierten Funkzähler, ob in diesem Wohnhaus oder in einem anderen, dessen Bewohner nicht wahrheitsgemäß informiert wurden, illegal.
Das Opt-Out-Gesetz zwingt T. & Co zum Rückbau auf eigene Kosten.





2014/15:

Die Firma T. wollte im November in unserem Wohnhaus in Baden Funk-Wasserzähler installieren. Diese Zähler müssen dann nicht mehr abgelesen werden, sondern übermitteln den Verbrauch per Funk.
In einer ihrer Broschüren sagte T., dass die gepulste Mikrowellenstrahlung, die diese Geräte abgeben, völlig unbedenklich sei.
Sie schrieb von einem "funkbasierten Ablesesystem - ohne Bedenken" und zeigte auf dem Cover glückliche Kinder.
In allen Broschüren bezog sie sich dabei auf ein einziges (!) Gutachten eines einzigen (!) Mannes, nämlich Prof. Dr. Jiri Silny, das die völlige Unbedenklichkeit ihrer Geräte angeblich wissenschaftlich belegt (Zitat: "Das T. Funksystem hat - wie in einer wissenschaftlichen Studie bewiesen - keinerlei beeinträchtigende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und ist gesundheitlich ohne Risiko.").

D a g e g e n   k a n n   m a n   e i n i g e s   v o r b r i n g e n !

Darum hat der Österreichische Nationalrat 2013 auch eine "opt-out"-Möglichkeit gesetzlich vorgeschrieben. Niemand muss diese "Smart Meters" (also "intelligente" Zähler für Wasser, Gas oder Strom) bei sich installieren lassen. Jeder kann, ohne jeden Nachteil, bei seinem alten Zähler bleiben.



Mikrowellenstrahlung ist an sich schon schädlich. Wie jeder weiß kann man damit Wasser erhitzen. Das selbe wollen wir sicher nicht mit unserem Gehirn tun. Allerdings ist dieser "thermische Effekt" von der Strahlungsleistung abhängig, und die ist bei Funk-Zählern, genauso wie bei Handys, gering.
Die "thermischen Effekte" solcher Geräte sind also in der Tat zu vernachlässigen, die "athermischen Effekte" sind es jedoch keineswegs:

Die Strahlung der Smart Meters ist, wie Mobilfunkstrahlung, moduliert und gepulst. Das heisst, dass einer Trägerwelle Information hinzugefügt wurde und dass diese Information in einzelnen Pulsen ausgesendet wird.
- Unser Gehirn ist nicht bloß ein Klumpen Materie, der durch Mikrowellensstrahlung im schlimmsten Fall ein bisschen erwärmt wird, sondern ein extrem komplexes und ausbalanziertes informationsverarbeitendes System, das auf die Information, die mit der Mikrowellenstrahlung gesendet wird, reagiert.
Diese Eigenschaft des Gehirns ist wissenschaftlich gut belegt und eigentlich allein schon mit dem gesunden Menschenverstand eines gebildeten Laien nachvollziehbar: das Gehirn operiert mit elektrischer Ladung und erzeugt dabei selbst elektromagnetische Felder, die für seine Funktion wichtig sind. Diese Felder von außen zu stören ist einfach keine gute Idee.
- Doch auch unser Immunsystem ist ein informationsverarbeitendes System, folglich reagiert auch es auf modulierte Mikrowellenstrahlung, indem es in seiner Funktion (uns gesund zu halten) beeinträchtigt wird.
- Auch unsere DNA ist ein informationsverarbeitendes System. DNA-Schäden (die z.B. zu Krebs führen können) durch modulierte und gepulste Mikrowellenstrahlung sind ebenfalls in wissenschaftlichen Studien belegt.
- Und eigentlich bedient sich jede Zelle unseres Körpers einer Vielzahl von Mechanismen, die durch modulierte, hochfrequente Strahlung gestört werden können.


Wie kommen Herr Silny und die Firma T. also zum Schluss, die Strahlung dieser Geräte sei völlig unbedenklich?

Indem sie alle athermischen Effekte ignorieren und sich nur auf die thermischen beschränken. Die thermischen Effekte sind ja abhängig von der Strahlungsleistung, und so sagen sie: unsere Geräte senden mit geringer Leistung, unter dem geltenden Grenzwert, es kann folglich keine Effekte geben.
Damit behaupten sie (indirekt), dass es nur thermische Effekte (also Erwärmung) gibt, und keine athermischen Effekte (also Störungen der Funktion des Gehirns, der DNA, der Zellen). Damit implizieren sie auch, dass all die Studien und Untersuchungen, die athermische Effekte festgestellt haben, bedeutungslos sind.
Zitat aus der Broschüre "T. Funksystem - das bin ich mir wert" (die sich offenbar an Menschen richtet, die sich mit Mikrowellen etwas Gutes tun wollen):
"Aus aktuellem Wissensstand können keinerlei Anzeichen für eine Beeinträchtigung oder gar Gesundheitsgefahr durch die Mikrowellen des T. Funksystems abgeleitet werden".
Athermische Effekte von Mobilfunkstrahlung (zu der die Strahlung der Funk-Zähler zu zählen ist) sind jedoch seit langem erforscht und eindeutig belegt. Sie zu leugnen ist, diplomatisch ausgedrückt, unredlich.
Zudem geht die Firma T. in ihren Aussagen weit darüber hinaus, was Herr Silny in seinem Gutachten aussagte. Der schloss nämlich Langzeitfolgen nicht aus. Aus seinen Aussagen abzuleiten, diese Technologie wäre ohne Risiko, und ihre Anwendung könne ohne Bedenken erfolgen, ist absolut unzulässig.




Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Gutachten von Dr. Silny:

veraltete Studie:
T. bezieht sich in all ihren Broschüren auf eine einzelne Studie von Prof. Dr. Jiri Silny.
Diese Studie stammt aber aus dem Jahr 2004, ist also bereits 10 Jahre alt. Besonders angesichts der wissenschaftlichen Fortschritte beim Verständnis der Mechanismen, die dazu führen, dass modulierte Mikrowellenstrahlung das Gehirn und die DNA schädigen, muss man diese Studie als veraltet bezeichnen.

gar keine Studie:
Darüberhinaus ist diese Studie gar keine. Es wurden keine neuen Erkenntnisse produziert, nichts gemessen oder beoachtet. Es wurden lediglich andere Studien begutachtet und ihre Ergebnisse interpretiert. Das nennt man bestenfalls ein "Gutachten", aber nicht "wissenschaftliche Studie". Diese Bezeichnung ist irreführend, da sie den Eindruck erweckt, Silny hätte selbst geforscht (was er nicht hat).

Urheber der "Studie" befangen:
Dr. Silny arbeitet seit Jahrzehnten immer wieder im Auftrag der Mobilfunkindustrie (er hält z.b. Vorträge, in denen er die völlige Unbedenklichkeit von Mobilfunkgeräten preist). Er war Leiter des Forschungszentrums für elektromagnetische Umweltverträglichkeit der Hochschule Aachen, einem Kooperationspartner des Forum Mobilkommunikation, einer Vereinigung von Netzbetreibern und dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Seine Gutachten muss man als "Gefälligkeitsgutachten" bezeichnen. Das wird von vielen Beobachtern so gesehen (die ihn z.B. als "Industriesoldat" bezeichnen). Elektrosmognews.de sagt "es wäre gewagt, Herrn Prof. Silny Unabhängigkeit zu unterstellen".
So verfasste er 1999 für das Österreichische Ministerium für Wissenschaft und Verkehr ein Gutachten, das bis heute dazu benutzt wird, die Strahlung von Mobilfunk-Basisstationen generell als völlig unbedenklich darzustellen.

Unwissenschaftlichkeit:
Ein gemeinsamer Nenner in den Aussagen von Herrn Dr. Silny ist seine Weigerung, jene Studien anzuerkennen, die athermische Effekte (also andere als die bloße Erwärmung) durch modulierte, gepulste Mikrowellenstrahlung feststellen. Dafür fallen ihm verschiedene Gründe ein. Wer sie sich ansieht muss zum Schluss kommen, dass sie bloß seine Meinung ausdrücken, seinen Wunsch, dass es keine athermischen Effekte gibt. Mit ergebnisoffenem wissenschaftlichen Diskurs hat das nichts zu tun, dabei wäre der genau das, was man sich in seiner immens verantwortungsvollen Position (nämlich Gutachten zu erstellen, die das Leben von Millionen Menschen nachhaltig verändern) erwartet.

Das Gutachten von 1999 wird von vielen Seiten als unwissenschaftlich bezeichnet, z.B. von Prof. Dr. Michael Kundi, dem Leiter des Instituts für Umwelthygiene der Universität Wien, der es scharf kritisiert.

Am 14.01.2000 kam es durch die Abgeordnete Gabriela Moser zu einer parlamentarischen Anfrage an den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr. Darin wird unter Anderem ausgesagt...
"...daß die Studie keinesfalls den üblichen wissenschaftlichen Kriterien entspricht, nur Messdaten kommentiert, keine eigenen Forschungsergebnisse präsentiert, diverse Fehler aufweist und wissenschaftliche Publikationen zum Bereich der Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder willkürlich und irreführend interpretiert. So verweist der Autor auf Untersuchungen, die nur an einem(!) Probanden erfolgten [und nur über den Zeitraum eines Tages, Anm.] und auf Literatur, die sich nicht in der angegebenen Datenbank befindet."
Sie fragt weiters: "Warum wird gerade jemand mit so einer Studie beauftragt, der bekanntermaßen als Experte in Workshops des Forum Mobilkommunikation, also im Auftrag der Netzbetreiber agiert?"
(Die Antwort des Parlaments war erwartungsgemäß (sinngemäß): dass Dr. Silny Vorträge hält stelle keinen Interessenskonflikt dar, und den Wahrheitsgehalt von Gutachten zu beurteilen sei nicht Aufgabe des Parlaments. Womit die Sache erledigt war...)

hese-project.org prangert hier ausführlich und fundiert die "Verharmlosung der gesundheitsrelevanten Wirkung von hochfrequenter Radio- und Mikrowellenstrahlung [...]" in einer Postwurfsendung des (offenbar recht umtriebigen) Prof. Dr. Dr. med. habil. Jiri Silny an die Schweizer Ärzteschaft an.

Auch buergerwelle.com kritisiert Silny. Und risiko-elektrosmog.de tut dasselbe.

Auf omega.twoday.net ist zu lesen, Silny bekäme seit mehr als 20 Jahren Forschungsgelder der Industrie. Darin ist auch eine Broschüre des Ministers für Umwelt und Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Ulrich Müller (CDU), verfasst von Herrn Silny, erwähnt. Und es werden Beispiele für seine irreführenden Aussagen genannt.

Doch man muss sich gar nicht auf die Urteile anderer Leute über Silny verlassen, um seine Gutachten zu hinterfragen, man muss ihn nur beim Wort nehmen. Denn so sehr er bemüht ist, seinen Auftraggebern zu liefern was sie bestellt haben, lügen will er doch nicht. Oder möglichst wenig. So drückt er sich stattdessen irreführend aus.
- z.B. sagt er (in seinem Urteil über die Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Strahlung und Krebs herstellen),
es "deute alles darauf hin", dass die gepulste, schwache elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks "keinen großen Einfluss auf das Krebsgeschehen hat".
Was bedeutet das, nach den Regeln der Logik und der deutschen Sprache, anderes als:
"Ja, gepulste Mikrowellen lösen auch bei geringer Sendeleistung Krebs aus"? (wenn auch weniger, als Silny für relevant hält)

- An anderer Stelle sagt er über Studien, die DNA-Schäden, ausgelöst durch gepulste Mikrowellenstrahlung, festgestellt haben,
sie würden nur einen statistischen und keinen ursächlichen Zusammenhang belegen.
Was bedeutet das anderes als:
"Ja, gepulste Mikrowellenstrahlung schädigt die DNA, aber wir wissen nicht genau, wie"?

Das ist eine bewährte Taktik: so lange unerwünschte beobachtete Effekte in ihrer Kausalität nicht restlos verstanden sind, werden sie ignoriert, als gäbe es sie gar nicht. Natürlich hat man es dann auch nicht eilig sie zu erforschen.
Wie sagt Silny in seinem Gutachten?
"Eventuelle Langzeitwirkungen können, wegen des Fehlens genügender Anzahl von experimentellen Überprüfungen, nicht völlig ausgeschlossen werden."
Das war 2004...


Eine andere Taktik, ungewünschte wissenschaftliche Erkenntnisse unter den Teppich zu kehren, ist sie als "widersprüchlich" und "uneinheitlich" zu bezeichnen, sprich:
es gibt Studien, die Schäden durch die Strahlung eindeutig belegen, es gibt aber auch andere, die das nicht tun. So kann man sich aussuchen, was man glauben will, und worauf man sich berufen will.
Bloß, wissenschaftliche Wahrheitssuche ist keine Glaubensfrage und bedarf nicht der Widerspruchsfreiheit. Wie soll es die denn je geben, bei einer Technologie, die Milliardengewinne generiert? Jeder Mobilfunkbetreiber kann sich Studien kaufen...
Gab es in der Wissenschaft jemals Widerspruchsfreiheit, in irgendeinem Bereich? Wohl kaum...
Doch die ist auch gar nicht nötig, denn wenn eine seriöse (unabhängig finanzierte) Studie eindeutig belegt, dass Mikrowellenstrahlung die DNA schädigt, kann diese Erkenntnis nicht einfach aufgehoben werden durch eine andere (von der Mobilfunkindustrie finanzierte) Studie, die das nicht feststellen kann.
Nichts ist leichter als etwas nicht zu finden, das man nicht finden will. Das ist aber keine Wissenschaft, sondern Politik.

Der Stand (des von der Mobilfunkindustrie unabhängigen Teils) der Wissenschaft in der Frage, ob modulierte, gepulste Mikrowellenstrahlung schädlich ist oder nicht, ist folgender:

Ja, diese Strahlung beeinträchtigt die Funktion des Gehirns (sprich: sie kann unkonzentriert/unbewusst/fahrig machen, unruhig und reizbar, kann zu Schlaflosigkeit führen, kann das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen).

Ja, diese Strahlung beeinflusst die DNA und kann dadurch zu Krebs und Leukämie führen.


Die Erklärung dafür, warum modulierte, gepulste Mikrowellenstrahlung unseren Körper schädigt und die Funktion unseres Gehirns stört, ist auch für Laien nachvollziehbar: bei Information kommt es nicht auf die Sendeleistung (also die Lautstärke) an. Zum Vergleich: ein gesprochener Satz kann verstanden werden, ob er nun geschrieen oder geflüstert wird.
Darum ist es völlig irrelevant, ob die Strahlung der Geräte unter irgendeinem Grenzwert liegt. Worauf es ankommt ist einzig: kann das Gehirn, kann die DNA und kann das Immunsystem die Information verstehen, die mitgeliefert wird?
Der Stand der Wissenschaft ist: Ja, das können sie, auch weit unter der Sendeleistung, bei der thermische Effekte auftreten. Sie tun es zwangsläufig, denn es liegt in ihrer Natur, Information zu verarbeiten, woauchimmer sie herkommt. Ja, diese Störinformation beeinträchtigt (erwartungsgemäß) ihre natürlichen Funktionen.

Hochfrequente Mikrowellenstrahlung kann auch Tinnitus auslösen.

Diese Effekte treten auf, auch wenn die Strahlung nicht bewusst gespürt wird (genauso wie Radioaktivität nicht bewusst gespürt werden muss, um Schäden zu verursachen).
Ein kausaler Zusammenhang zwischen einer individuellen Erkrankung und der Mikrowellenstrahlung wird dabei nie festgestellt werden können, das liegt in der Natur der Sache. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wodurch z.B. die Krebserkrankung eines bestimmten Menschen ausgelöst wurde. Und doch droht die Krebsrate weiter anzusteigen, in dem Ausmaß wie wir unsere Wohn- und Schlafräume immer mehr bestrahlen. Der Zusammenhang wird immer nur statistisch erkennbar sein, aber wieso sollte das nicht zählen?



Wer findet, dass es in unserer Welt voller Handys und WLANs auf ein bisschen mehr Strahlung auch nicht mehr ankommt, sollte überlegen, ob mit dieser Logik nicht einfach alles gerechtfertigt werden kann (solange es nur schrittweise geschieht). "Nun ist es auch schon egal" ist ungefähr so verantwortungslos wie "Sterben müssen wir irgendwann ohnehin".
Es gibt schließlich auch noch Kinder, und die haben es vielleicht nicht so eilig mit dem Krankwerden und dem Sterben...
Denen sollte man vielleicht eine Welt hinterlassen, die sie nicht beinahe zwangsläufig krank macht. Für die heutige Gleichgültigkeit und den Fatalismus der Erwachsenen werden sie sich später nicht bedanken.
Die Krebsraten steigen unaufhörlich an (in den USA liegt sie bereits bei unglaublichen 30%), und die DNA-schädigende Wirkung von Mikrowellen steht hoch oben auf der Liste der möglichen Auslöser.

Funk-Wasserzähler sind nur die Vorhut in einer Entwicklung, in deren Verlauf unsere Wohnungen mit gepulster Mikrowellenstrahlung geradezu überflutet werden sollen.
Der nächste Schritt, die Funk-Stromzähler, funken dann schon 10-20 mal häufiger und mit größerer Leistung als die Funk-Wasserzähler. Sie können sich auch untereinander vernetzen, und mit anderen Geräten.
Denn als nächster Schritt sollen "smart appliances" Einzug in unsere Wohnungen halten, also Haushaltsgeräte, die alle einen eigenen Mikrowellensender besitzen und sich mit allen anderen Geräten in ihrer Reichweite (die übrigens weit über die eigene Wohnung hinausgeht) austauschen.
"Intelligente" Stromzähler sollen hochfrequente Modulationen auch auf das gesamte Leitungsnetz einer Wohnung übertragen können, wodurch die Strahlung noch viel intensiver wird, und allgegenwärtig.
So wie ein einzelnes Gutachten eines einzelnen Mannes (Silny, 2004) dazu führen soll, dass Millionen Europäer eine schädliche Technologie akzeptieren, würden die heutigen Funk-Wasserzähler dann als Präzedenzfall dienen, mit dem eine Flutung unserer Wohnräume mit gepulsten Mikrowellen gerechtfertigt wird.
Schrittweise geschieht's, und bei jedem Meilenstein stehen Leute, die sagen "auf ein bisschen mehr kommt's nun auch nicht mehr an".
("Jetzt habt ihr Handys, da könnt ihr genausogut Wlan-Router haben. Habt ihr die, braucht ihr euch vor Funk-Wasserzählern nicht zu fürchten. Und Funk-Stromzähler sind auch nicht viel anders. Und haben eure Nachbarn sie, könnt ihr sie genausogut haben, denn sie strahlen eh 20m weit. Und Kühlschränke mit Funk sind doch wirklich chic und würden gut zum restlichen strahlenden Kram passen." Und die kommen dann im Set mit funkenden Lampen, Herden und Waschmaschinen...)




Es gibt so etwas wie ein gesetzlich vorgeschriebenes "Vorsorgeprinzip" (siehe Sammlung von Gerichtsurteilen, von Manuela Knapp vom 28.01.2004, Urteil Nr. 10:
"Schon die bestehende Ungewissheit, ob und in welchem Maße Mobilfunkantennen gesundheitliche Gefahren bergen, ist für die in unmittelbarer Nähe zu der Anlage wohnenden Menschen eine Benachteiligung die ein Wohnungseigentümer nicht hinnehmen muss. Eine Beweisaufnahme über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hielt das Gericht nicht für notwendig, weil verwertbare Ergebnisse in dieser Hinsicht erst nach eingehender wissenschaftlicher Forschung zu erwarten sind. Den Beteiligten sei nicht zuzumuten, "bis zu einem ungewissen Ausgang solcher Forschungen den Betrieb einer solchen Mobilfunkanlage in unmittelbarer Nähe zu dulden und praktisch zum Versuchsobjekt zu werden."
(das stammt aus Deutschland, wird in Österreich aber nicht viel anders sein. Was zu überprüfen wäre...)

Das Vorsorgeprinzip bedeutet also: wenn man nicht genau weiß, was die Folgen einer Technologie sind (und umso mehr, wenn sich die Hinweise auf ihre Schädlichkeit häufen), sollte man sie nicht anwenden, bzw. muss nicht akzeptieren, dass sie um einem herum angewandt wird.

Und doch: einer EU-Vorgabe zufolge sollen in den nächsten Jahren so gut wie alle europäischen Haushalte Smart Meters bekommen. Dann sollen Millionen Menschen in einer pulsierenden Mikrowellensuppe leben, arbeiten, schlafen und Kinder ohne ADHS großziehen, und sollte ihnen das nicht gelingen ohne krank zu werden, liegt das sicher nicht an der Suppe, weil ein Herr Silny sagt die sei völlig unbedenklich (womit er aber, wie wir gesehenen haben, eher seine persönliche Meinung kundtut, als dass er wissenschaftlich haltbare Aussagen macht).

T. will eigentlich nicht bloß Funkwasserzähler installieren, sondern ihr "T. Funksystem". Das sieht vor, jeden Wasserhahn mit gleich zwei Mikrowellensendern zu versehen (je einen für warm und kalt), jeden Heizkörper, sowie, sofern vorhanden, die Fußbodenheizung mit mehreren Messpunkten. Eine durchschnittliche Wohnung käme damit leicht auf ein dutzend Mikrowellensender.



Smart Meters haben, neben ihrer Gefahr für die Gesundheit, auch noch eine andere negative Eigenschaft, nämlich eine den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre betreffenden: sie teilen fremden Menschen unsere Lebensgewohnheiten mit, in einem Ausmaß in dem wir sie nicht einmal unseren besten Freunden erzählen würden:
wer im Sekundentakt misst, wieviel Strom, Wasser und Gas eine Wohnung verbraucht, kann daraus ablesen:
ob jemand zuhause ist, wann er kocht, wie oft er sich duscht oder badet, wie oft er die Klospülung betätigt (was Rückschlüsse auf die Verdauung zulässt), wann er fernsieht (und sogar was er sieht), welche Geräte er zuhause hat und wann er sie benutzt (weil sie alle unterschiedliche Verbrauchs-Charakteristika besitzen).
"Smart appliances" sollen diese Informationsflut noch vergrößern. Ein Kühlschrank, der per Funk meldet was er enthält (weil ja alle Lebensmittelverpackungen RFID-Chips bekommen sollen), sagt jedem, der es wissen will, was sein Besitzer isst, und wann.

Das ist euch egal, weil ihr ja nichts zu verbergen habt?
Dann habt ihr das Ganze vielleicht noch nicht durchgedacht...
Versicherungen und Krankenkassen würden wissen, was ihr esst und euch finanziell bestrafen wollen, wenn es das in ihren Augen Falsche ist, Produktwerbung würde individualisiert und perfektioniert und damit noch manipulativer, und auch Behörden würden eure Daten zu nutzen wissen, und im Fall eines Verdachts müsstet ihr dann eure Unschuld beweisen. Eure Daten würden die Runde machen, gespeichert und ausgewertet werden, und nichts von all dem würde zu eurem Vorteil geschehen.
Smart Meters sind ein weiterer Meilenstein auf einem Weg in Richtung totale Überwachung und Kontrolle. Sie dringen in Bereiche vor, die Überwachungskameras versperrt sind, nämlich unsere Wohnungen, erfüllen aber den gleichen Zweck.

Smart Meters funken die (personalisierten) Informationen, die sie sammeln, rund um die Uhr in alle Richtungen. Auch wenn sie verschlüsselt sind, kann jeder, der sich ein wenig auskennt, sie aufzeichnen und für seine Zwecke benutzen (und die würden wohl selten in eurem Interesse sein). Das ist wie wenn man außen an seinem Haus einen Lautsprecher anbringt, der jedem auf der Straße lauthals verkündet, was im Haus gerade vor sich geht. Idiotisch, nicht? Aber genau das machen Smart Meters.
Und wer sagt, dass es nicht in Zukunft einen ganzen Geschäftszweig geben könnte, der die Daten der Smart Meters unbemerkt sammelt, um sie zu verkaufen? Niemand würde es bemerken, niemand könnte es beweisen oder unterbinden, und viele Gruppen warten wohl schon sehnlich auf diese Informationen. So ist ein Missbrauch geradezu vorprogrammiert.

Der Nutzen von Funk-Zählern für den Verbraucher ist also gleich Null, gesundheitliche Schäden langfristig sehr wahrscheinlich, und die Möglichkeiten der Bespitzelung und des Missbrauchs quasi eingebaut.



Wir raten:

Verweigert die Installation dieser Geräte!
Lasst euch nicht einreden dass sie unbedenklich sind, oder dass ihr sie akzeptieren müsst (denn beides wäre gelogen).
(Ihre Installation einfach anzukündigen, ohne die Betroffenen zu fragen ob sie das wollen, und ohne sie auf ihr Recht hinzuweisen, es abzulehnen, ist alleine schon impertinent.)

Informiert euch! Glaubt nicht blind, dass diese Technologie harmlos ist, bloß weil Hersteller und Betreiber das sagen, oder die Fernsehwerbung es suggeriert.

Lasst euch nicht von einem Bisschen mehr an Bequemlichkeit verführen. Bloß damit ihr bei der Ablesung einmal im Jahr nicht anwesend sein müsst, braucht ihr Geräte, die euch rund um die Uhr bestrahlen?

Denkt an eure Kinder! Und denkt auch an eure Nachbarn, denn diese Geräte strahlen, in einem dichtgepackten Wohnhauskomplex wie unserem, noch in die nächste und übernächste Wohnung.
Je mehr Leute gerade in so einem Haus auf diese Technologie verzichten, desto gesünder werden wir alle langfristig bleiben.




Nachtrag 1:

In Reaktion auf diese Website hat die Firma T. an alle Haushalte in unserem Haus einen Brief geschrieben, in dem sie sagt die im Internet aufgestellten Behauptungen seien "absolut falsch" und "entbehrten jeder sachlichen und wissenschaftlichen Grundlage". Das Gutachten, das sie (bei Herrn Silny) in Auftrag gegeben hatte, würde bestätigen, dass ihre Funktechnologie "vollkommen unbedenklich" sei, und "zu 100% sicher".

Dazu wollen wir anmerken: Es ist immer leicht, das Internet zu diskreditieren. Besonders ältere Menschen lassen sich leicht einreden, darin stünde nur Unsinn. In Wahrheit ist das Internet aber das einzige verbliebene unabhängige Medium (und es wird emsig daran gearbeitet, das zu beheben). Wie bei jedem anderen Medium auch (z.B. Telefon), muss man abwägen, ob das darin Gesagte hinlänglich bewiesen und schlüssig ist. Weder kann man pauschal sagen "alles im Internet ist richtig", noch "alles im Internet ist falsch". Jeder ist aufgerufen, selbst zu recherchieren, im Internet oder per Telefon, Fax, Brief, Buch oder im persönlichen Gespräch.

Über die Unwissenschaftlichkeit von Silnys Gutachten wurde schon genug gesagt. Es sei nur noch einmal daran erinnert, dass unsere Kritik von vielen ernstzunehmenden Menschen (die keine finanziellen Interessen damit verbinden) geteilt wird, und das nicht nur in Österreich: gegen Smart Meters formiert sich weltweit eine breite Ablehnungsfront (was ja der Grund ist, warum mit solchen Mitteln doch noch ihre Durchsetzung versucht wird). Eine Mikrowellentechnologie als "absolut unbedenklich" zu bezeichnen ist, wie jeder bestätigen kann, der sich ein wenig auskennt, eine üble Verharmlosung. Mikrowellen sind nie absolut unbedenklich. Es stimmt, dass Handys noch schädlicher sind, aber das macht Funkzähler nicht "unbedenklich".
Wie gesagt sind dahingehende Aussagen ihrerseits unsachlich und unwissenschaftlich. Sie sind, mehr noch, Lügen, hart an der Grenze zum Strafwürdigen, denn in Silnys Gutachten steht, wie jeder nachlesen kann, nirgendwo, dass Mikrowellen "absolut unbedenklich" seien. Dort steht vielmehr dass Langzeitfolgen nicht ausgeschlossen werden können...

Nachtrag 2:

Erst hinterher haben wir erfahren, dass der Betrieb der Funkzähler mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Natürlich hat uns das T. nicht gesagt. Sie hängten einfach einen Zettel auf, auf dem stand, dass sie die Zähler tauschen und auf Funk umrüsten. Von Kosten keine Rede, von Risiken nicht, und vom Recht, die Umrüstung abzulehnen, auch nicht.